Kann man Wasser auf einen elektrischen Saunaofen gießen? Richtiger Umgang mit Wasser in der Sauna
Elektrische Saunaöfen gehören heute zu den beliebtesten Lösungen für private Saunen sowie für gewerbliche Sauna- und Wellnessprojekte. Aufgrund ihrer Beliebtheit stellt sich oft die Frage: Kann man tatsächlich Wasser auf einen elektrischen Saunaofen gießen, und wenn ja, wie geht das richtig?
Die kurze Antwort lautet: Ja, es ist möglich. Dies gilt jedoch nur, wenn bestimmte Regeln eingehalten werden. In der Praxis kommt es häufig vor, dass zu viel Wasser eingefüllt wird, ohne die Konstruktion des Ofens oder den Zustand der Steine zu berücksichtigen. Mit der Zeit kann dies zu technischen Problemen führen und die Lebensdauer des Ofens erheblich verkürzen.

Warum wird Wasser auf den Saunaofen gegossen und wo genau sollte es angewendet werden?
Das Wasser wird auf die Saunasteine gegossen, nicht um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, sondern um Dampf zu erzeugen. Wenn eine kleine Menge Wasser auf die erhitzten Steine trifft, verwandelt sie sich sofort in heißen Dampf, bekannt als Löyly . Im Estnischen wird dieser Effekt auch Garas genannt und sorgt für eine sanftere, gleichmäßigere und angenehmere Saunahitze.
Richtig erzeugter Dampf verbessert das Saunaerlebnis, erleichtert das Atmen und beugt zu trockener Luft vor. Entscheidend ist, dass das Wasser mit den heißen Steinen in Berührung kommt – nicht mit den internen Metallteilen des Ofens.
Der häufigste Fehler – Falsche Wasserverwendung oder ungeeignete Steine
Einer der häufigsten Fehler bei der Benutzung eines elektrischen Saunaofens ist das Einfüllen von Wasser an den falschen Stellen oder die Verwendung von zu viel Wasser. Dies geschieht typischerweise, wenn zu wenige Steine im Ofen sind, die Steine falsch gestapelt sind, zu viele Steine vorhanden sind oder Wasser eingefüllt wird, bevor die Steine die richtige Betriebstemperatur erreicht haben.
Plötzliche Temperaturänderungen durch überschüssiges, nicht verdunstetes Wasser belasten die Heizkomponenten zusätzlich. Dies kann mit der Zeit Sicherheitssysteme auslösen oder andere Betriebsstörungen verursachen, die sich durch die Einhaltung grundlegender Gebrauchshinweise leicht vermeiden ließen.
Wasser, das von unzureichend erhitzten oder ungeeigneten Steinen nicht verdunstet, sondern im Inneren des Heizgeräts abläuft, verursacht häufig wiederkehrende technische Probleme. Das häufigste Problem ist die erhöhte Belastung der Heizelemente, die starken Temperaturschwankungen ausgesetzt sind. Unter diesen Bedingungen verschleißen die Heizelemente schneller und können schließlich ausfallen.
Darüber hinaus kann wiederholter Wasserkontakt im unteren Bereich des Heizgeräts die Oxidation von Metallteilen fördern, elektrische Verbindungen beeinträchtigen oder Isoliermaterialien beschädigen. Dies kann mit der Zeit zu einem instabilen Betrieb des Heizgeräts, zum Auslösen von Sicherheitsvorrichtungen oder zu Reparaturen führen. Daher muss Wasser stets von der Steinoberfläche verdunsten und darf nicht in das Innere des Heizgeräts eindringen.

Ein ebenso wichtiger, aber oft übersehener Punkt ist die Verwendung ungeeigneter Saunasteine. Ein elektrischer Saunaofen darf nur mit Steinen der vom Hersteller empfohlenen Art, Größe und Menge betrieben werden. Informationen darüber, welche Steine für einen bestimmten Ofen geeignet sind und wie viele verwendet werden sollten, finden sich stets in der Bedienungsanleitung des Herstellers. Diese technischen Vorgaben müssen unbedingt eingehalten werden.
Ungeeignete oder mit dem Heizgerät nicht kompatible Steine können vorzeitig reißen, überschüssige Feuchtigkeit speichern, die Luftzirkulation behindern oder die Wärme ungleichmäßig verteilen. Dadurch verdunstet das Wasser nicht von der Steinoberfläche, sondern fließt nach unten, was zu plötzlichen Temperaturschwankungen und zusätzlicher Belastung der internen Heizgerätekomponenten führt. Mit der Zeit können solche Bedingungen zur Aktivierung des Sicherheitssystems oder zu anderen Fehlfunktionen führen, die sich durch die Auswahl geeigneter Steine und die Beachtung der Herstellerangaben leicht vermeiden ließen.
Wie man Wasser richtig auf die Heizsteine einer elektrischen Sauna gießt
Die korrekte Wasseranwendung auf den Saunasteinen ist einer der wichtigsten Faktoren, die sowohl den Saunakomfort als auch die Lebensdauer des Ofens beeinflussen.
Gieße nur Wasser auf die Steine.
Die Steine im Inneren des Ofens spielen eine entscheidende Rolle – sie absorbieren die Wärme und verteilen sie gleichmäßig. Richtig gestapelte Steine sollten den Ofeninnenraum bedecken, ohne zu eng aneinander zu liegen. Sind Metallteile sichtbar, bedeutet dies in der Regel, dass zu wenige Steine vorhanden sind oder diese falsch platziert wurden. Stehen die Steine deutlich über den oberen Rand des Ofens hinaus oder verformt sich der Ofenkörper nach außen, wurden zu viele Steine verwendet.
Verwenden Sie kleine Mengen Wasser
Elektrische Saunaöfen erfordern Vorsicht. Es wird empfohlen, jeweils etwa 50–150 ml Wasser einzufüllen. Am besten gibt man das Wasser nach und nach hinzu und beobachtet die Dampfbildung in kurzen Pausen.
Wenn das Wasser von den Steinen abperlt, anstatt sofort zu verdunsten, ist das ein klares Zeichen dafür, dass zu viel Wasser verwendet wurde.
Gieße Wasser nur auf vollständig erhitzte Steine.
Wasser sollte niemals auf einen noch nicht vollständig aufgeheizten Heizstein gegossen werden. Die Steine müssen so heiß sein, dass das Wasser sofort verdampft. Dies verhindert überschüssige Feuchtigkeit und unnötige Belastung der Heizsteinkonstruktion.
Werden die Steine nicht ausreichend erhitzt, verdunstet das Wasser nicht, sondern fließt zwischen den Steinen nach unten. Im unteren Teil des Heizgeräts befinden sich üblicherweise Heizelemente und elektrische Anschlüsse, die nicht für direkten oder plötzlichen Wasserkontakt ausgelegt sind.
In solchen Fällen verursacht Wasser schnelle Temperaturschwankungen, erhöht die Belastung der internen Bauteile und kann mit der Zeit zu Betriebsstörungen führen. Deshalb sollte Wasser erst eingefüllt werden, wenn das Heizgerät seine Betriebstemperatur erreicht hat und die Steine vollständig erhitzt sind.
Nur sauberes Wasser verwenden
Das in der Sauna verwendete Wasser muss stets sauber sein. Salz, ätherische Öle oder andere Zusätze dürfen niemals direkt auf die Steine gegeben werden. Diese Substanzen können sich in den Steinen ablagern, unangenehme Gerüche verursachen und die Leistung des Ofens mit der Zeit beeinträchtigen.
Für die Aromatherapie sollten spezielle Aromabecher oder eigens dafür entwickelte Verdampfungssysteme verwendet werden.
Die Bedeutung von Steinen in einer elektrischen Sauna

Die Saunasteine gehören zu den wichtigsten Komponenten eines elektrischen Saunaofens. Selbst ein hochwertiger Ofen kann nicht richtig funktionieren, wenn ungeeignete oder abgenutzte Steine verwendet werden.
Es wird empfohlen, ausschließlich die vom Hersteller angegebenen Steine zu verwenden, diese regelmäßig zu überprüfen und beschädigte oder stark abgenutzte Steine auszutauschen. Wichtig ist außerdem, den Heizofen nicht zu überladen – zu dicht gepackte Steine behindern die Luftzirkulation und können den Heizvorgang beeinträchtigen.
Fazit: Die richtige Wassernutzung ist die Grundlage für eine langlebige Sauna.
Wasser ist in einer elektrischen Sauna unerlässlich, um qualitativ hochwertigen Dampf zu erzeugen, muss aber verantwortungsvoll eingesetzt werden. Die richtige Wassernutzung verbessert das Saunaerlebnis, sorgt für sanftere Hitze und trägt dazu bei, dass das Gerät viele Jahre lang einwandfrei funktioniert.
Bei Unklarheiten bezüglich Steinmenge, Steinanordnung oder Wasserverbrauch sollten diese Details im Voraus geklärt werden. So wird sichergestellt, dass die Sauna nicht nur angenehm, sondern auch zuverlässig bleibt.
